Präven­tion und Kindes­wohl

Vorankündigung

Unsere Workshops und Fortbildungen in der ersten Jahreshälfte:

  • Fortbildung für Leitungen: Dienstag, 16.04.2024 von 10:00 – 16:30 Uhr in Münster mit Lena-Maria Lücken
  • Präsenz-Workshop „Grenzsensible Zirkuspädagogik“ für Zirkuspädagog:innen, Trainer:innen und Ehrenamtliche: Donnerstag, 18.04.2024 mit Yolande Sommer
  • Präsenz-Workshop: „Über Gruppenakrobatik, Duoakrobatik und Konsens: Wie können wir uns sicher halten?“: Freitag, 19.04.2024, um 18:00 Uhr, mit Yolande Sommer
  • Workshopreihe Schutzkonzept, für Leitungen, Zirkuspädagog:innen, Trainer:innen und Ehrenamtliche, Online: Was ist ein Schutzkonzept? (Inhalt, Aufbau, Erstellung), Montag, 22.04.24 von 19:00 – 20:00 Uhr
    Die beiden Teile „Situationsanalyse und Herangehensweise Bausteine“ und „Besprechung Verhaltenskodex und Sichtung andere Bausteine; offene Fragen“ finden in der zweiten Jahreshälfte 2024 statt, jeweils mit Lena-Maria Lücken
  • Basisschulung Kindeswohl, Münster: Samstag, 25.05.2024, von 10:00 – 16:30 Uhr. Für Zirkuspädagog:innen, Trainer:innen und Ehrenamtliche, mit Lena-Maria Lücken
  • Empowerment Praxis Workshop „Kraft spüren und für Zirkus nutzen“ für Flintas ab 14 Jahren: Samstag, 22.06.2024 mit Yolande Sommer

Nähere Infos und eine Möglichkeit zur Anmeldung findet ihr in Kürze auf dieser Seite.

Für Karnevals-Muffel
eine Fortbildung am Rosenmontag

mit Yolande Sommer

Montag, 12. Februar 2024,
17:00 bis 20:00 Uhr, in Dortmund

„Ansätze zur grenzsensiblen Zirkuspädagogik“ sowie Infos zu Schutzkonzept und Kartenset für Erwachsene bzw. Menschen ab 16 Jahren.
Eine Anmeldung ist nicht notwendig, ihr könnt einfach vorbeikommen.
Der Workshop ist kostenfrei und findet beim Zirkus Fritzantino in Dortmund statt.
Adresse: Fritz-Henßler-Haus, Geschwister-Scholl-Str. 33, 44135 Dortmund.

Hast du schonmal Deine Grenze(n) oder die von anderen überschritten? Wie war das Gefühl? Wie ist es dazu kommen und was ist danach passiert?
Zirkus ist, u.a. durch die Kombination von Kunst und Sport, ein komplexes Gefüge an Körperlichkeit, Beziehungen und Hierarchie. In diesem Gefüge spielen das Setzen von Grenzen, Grenzüberschreitungen und der Umgang mit beidem eine wesentliche Rolle. Hier geht es um körperliche Grenzen, etwa bei Hilfestellungen, bei der Duoakrobatik oder Belastungsgrenzen ebenso wie um emotionale Grenzen: Was fühlt sich gut an, was nicht? Um gut und sicher arbeiten zu können, brauchen wir angepasste und spezifische Ideen, die alle schützen, die den Raum, in dem wir miteinander trainieren, proben und auftreten wollen, erweitern und nicht einengen.

Ziele des Workshops:

  • Eigene Grenzen spüren, kennen und benennen lernen
  • Eigene Grenzen reflektieren: Welche Grenzen will ich erweitern, welche will ich verteidigen?
  • Eigene Grenzüberschreitungen reflektieren und alternatives Handeln entwickeln
  • Grenzen durchsetzen und mit Grenzsetzungen umzugehen
  • Grenzsensible Trainingsgestaltung
  • Grenzsensible Arbeitsstrukturen

Yolande Sommer
(geb. 1992) ist Zirkusschaffende, Dozentin, Dramaturgin und Performerin. Sie verbindet künstlerische Auseinandersetzungen verschiedener Sparten mit somatischer Körperarbeit und politischem Engagement. Zurzeit liegt ihr Fokus auf einer feministischen Perspektive auf die Strukturen und Gegebenheiten, die die Zirkusszene durchdringen, insbesondere auf dem Einfluss auf weiblich sozialisierte und menstruierende Körper. Sie hat an der Deutschen Sporthochschule mit Schwerpunkt Tanz und Theater studiert und wird nächstes Jahr ihren Master an der RUB Bochum in Szenischer Forschung absolvieren. Ihr Leben lang war sie Teil von Kinder und Jugendensembles und gründete 2023 mit ihrer Partnerin zusammen die Kompanie Ponyclub, welche feministische Zirkusstücke produziert. 2021 gründete sie mit die Initiative Feministischer Circus und ist seit dem politisch aktiv für eine gleichberechtigtere Zirkusszene.

Information

Die LAG Zirkuspädagogik NRW setzt sich seit vielen Jahren aktiv mit dem Thema „Kindeswohl und Prävention“ auseinander und entwickelte im Jahr 2019 ein dachverbandliches Schutzkonzept sowie einen Verhaltenskodex. Beide werden alle zwei Jahre überarbeitet und anschließend in der LAG Mitgliederversammlung verabschiedet.

Die LAG Zirkuspädagogik NRW bietet Fortbildungen zum Thema an und unterstützt Zirkus-Einrichtungen bei der Erstellung eines institutionellen Schutzkonzeptes.

Wir setzen uns aktiv mit dem Thema „Kindeswohl und Prävention“ auseinander. Hierzu haben wir dieses Leitbild, ein dachverbandliches Schutzkonzept und einen Verhaltenskodex entwickelt.

Im Jahr 2020 haben wir ein „Wimmelbild Zirkus“* zusammen mit den Mitgliedern der LAG und einer professionellen Illustratorin erstellt.

*Wimmelbilder werden seit vielen Jahren in der Prävention eingesetzt: Sie können eine Hilfestellung für Zirkustrainer*innen sein, um mit Kindern, Jugendlichen und ggf. auch Eltern ins Gespräch zu kommen. Die Kinder und Jugendlichen wiederum werden animiert, über die dargestellten Szenen zu sprechen und diese zu reflektieren.