vom 25.–27. September 2026
Cirque Papillon
Ort: Windrather Talschule, Panner Straße 24, 42555 Velbert
Ort: Windrather Talschule, Panner Straße 24, 42555 Velbert
Zirkuspädagogik mit Blick auf Extremismusprävention:
„Wie kann Zirkus wirken?“
Zirkus ist so viel mehr als nur Kunststücke – er ist ein wichtiges Werkzeug für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. An diesem Wochenende wollen wir gemeinsam beleuchten, wie zirkuspädagogische Ansätze präventiv gegen Extremismus wirken können und wie wir Kinder und Jugendliche stark machen gegen Ausgrenzung und Hetze.
Eingeladen sind alle Zirkustrainer*innen, Pädagog*innen, Ehrenamtliche und Interessierte ab 16 Jahren aus ganz Nordrhein-Westfalen (NRW). Egal, ob du schon jahrelang eine Gruppe leitest oder frisch einsteigen möchtest – jede Perspektive bereichert die Runde.
Es gibt:
Mitgestaltung ist ausdrücklich erwünscht! Bring deine eigenen Ideen, Spiele oder Fragestellungen mit – dieses Wochenende lebt von deinem Input!
Teilnahmebeitrag
Mitglieder 60,00€ (für nur einen Tag 40,00€)
Nicht-Mitglieder 80,00€ (für nur einen Tag 50,00€)
Jugendliche und Studendierende: 45,00€ (für nur einen Tag 25,00€)
Anmeldefrist ist der 14.09.2026
| 18.00 Uhr | Ankommen |
| 19.00 Uhr | Abendessen |
| 20.00 Uhr | Spiele-Austausch / freies Training |
| 08:00-09:30 Uhr | Frühstück |
| 09:30-10:00 Uhr | Aufwärmspiele |
| 10:00-13.00 Uhr | Workshop 1, 2, 3 |
| 13:00-14:30 Uhr | Mittagessen und Pause |
| 14:30-17:30 Uhr | Workshop 4, 5, 6 |
| 18:00-19:30 Uhr | Diskussionsrunde |
| 19:30 | Abendessen |
| 20:30 | Spiele-Austausch / freies Training |
| 08:00-09:30 Uhr | Frühstück |
| 09:30-10:00 Uhr | Aufwärmspiele |
| 10:00-12.30 Uhr | Workshop 7 und 8 |
| 12:00-13:00 Uhr | Aufräumen und Abschlussrunde |
Samstag 10:00 bis 13:00 Uhr
Wir beschäftigen uns damit, was Extremismus ausmacht, wie er wirkt und welche Rolle Zirkuspädagogik dabei spielen kann. Gleichzeitig reflektieren wir uns selbst: Wie wirken unsere eigenen Vorurteile? Wie können wir sie dekonstruieren? Und was bringt uns das eigentlich?
Der Workshop besteht hauptsächlich aus interaktiven Übungen, Gruppenarbeiten und Austausch. Hier und da wird es je nach Bedarf kurze Inputs und Gedankenanstöße geben, aber bloß keinen langweiligen Vortrag. Ein Raum für’s Verstehen und (Ver-)Lernen, praktische Impulse und Austausch – mit flexiblen Pausen.
Für wen? Zirkuspädagog:innen und Interessierte, die sich als Multiplikator:innen in der Extremismusprävention engagieren möchten.
Darío Morazán (er/ ihm)ist seit 2022 als Bildungsreferent für Diskriminierung, Extremismusprävention und Empowerment tätig. In dieser Position leitet er regelmäßig Workshops für Organisationen, Unternehmen, die öffentliche Verwaltung, soziale Träger, Hochschulen und Schulen. Mit einem Master in politischer Kommunikation und einem weiteren Studium in Integrated Design bringt er vielseitige Expertise und innovative, methodische Workshop-Ansätze mit.
Samstag 10:00 bis 13:00 Uhr
Was bedeutet eigentlich „Social Clowning“? Und welches Potenzial steckt im Clowning, wenn Entertainment, Kunststücke und Bühne plötzlich keine Rolle mehr spielen? Wie kann Clowning in sozialen Räumen wirken – und was passiert, wenn der Clown nicht auftritt, sondern begegnet?
Diesen und weiteren Fragen nähern wir uns im Workshop „Social Clowning“ spielerisch, praktisch und mit kurzen theoretischen Impulsen. Wir schaffen Raum zum Ausprobieren, Scheitern, Lachen und Begegnen – und vielleicht auch für die eine oder andere Begegnung mit dem eigenen Clown. Gemeinsam schauen wir darauf, was Clowning in die zirkuspädagogische Praxis bringen kann: Wie können wir mit Humor, Präsenz, Spiel und dem Mut zum Unperfekten Räume für Verbindung, Partizipation, Sicherheit und soziale Teilhabe eröffnen – gerade dort, wo pädagogische Arbeit besonders herausfordernd wird?
Dabei fließen immer wieder Erfahrungen aus meiner Arbeit als Klinik-Clown und als Clown in Krisengebieten ein. Der Workshop bewegt sich zwischen Spiel und Reflexion, zwischen Ausprobieren und Austausch – und lässt dabei genügend Raum für das, was im Moment entsteht.
Kevin PickertMein Name ist Kevin Pickert. Seit 2018 arbeite ich als Zirkuspädagoge und absolvierte meine Fortbildung am Latibul (ehemals ZAK) in Köln. Schon während dieser Zeit hat mich besonders die Clownerie fasziniert und neugierig gemacht. 2022 entschied ich mich deshalb für eine Ausbildung zum Klinik-Clown am TuT in Hannover. Seit 2023 bin ich aktives Mitglied im Kölner Klinik-Clown Verein und spiele dort in Altenheimen, auf Kinderstationen, in Hospizen und Onkologien. Mein Interesse daran, Clownerie auch außerhalb klassischer Bühnen- und Unterhaltungskontexte einzusetzen, wurde während meiner zirkuspädagogischen Fortbildung geweckt. Damals wurde in Köln ein Film der „Clowns ohne Grenzen“ gezeigt, in dem ein Team von Clown*innen im Iran unterwegs war. Von diesem Moment an wusste ich: Das möchte ich machen. Clowning und Zirkus dorthin bringen, wo sie dringend gebraucht werden und wo vielleicht sonst niemand hingeht damit.
Seit 2023 bin ich außerdem Mitglied des Flying Seagull Projects, einer NGO aus England, die mit Zirkus, Clownerie, Spiel und Musik in Krisengebiete geht. Wir arbeiten dort überwiegend in geflüchteten Unterkünften und Camps, aber auch in Gefängnissen, mit Waisenkindern und Menschen mit Beeinträchtigung. Diese Arbeit bedeutet mir sehr viel und fasziniert mich immer wieder aufs Neue.
Samstag 10:00 bis 13:00 Uhr
Sicherheit, Beziehung und Selbstwirksamkeit in der Zirkuspädagogik mit Geflüchteten.
Wie können wir als Zirkuspädagog*innen Vertrauen und Sicherheit schaffen, wenn unterschiedliche Sprachen, kulturelle Hintergründe und persönliche Erfahrungen aufeinandertreffen?
In diesem praxisorientierten Workshop erkunden wir, wie klare Kommunikation, Wahlmöglichkeiten, respektvolle Grenzen und positive körperliche Erfahrungen Vertrauen und Selbstwirksamkeit fördern können.
Mit praktischen Zirkus- und Partnerübungen beschäftigen wir uns mit Sprachbarrieren, Körperkontakt, Nähe, kulturellen Unterschieden und der Frage, wie wir Menschen ermutigen können, sich auszuprobieren, ohne Druck und ohne Erwartungen.
Ein Workshop über Vertrauen, Zugehörigkeit und die Freiheit, den eigenen Weg in der gemeinsamen Erfahrung zu finden.
Arce López Gutiérrezist ein internationaler Zirkuskünstler und gebürtiger Spanier, der derzeit zwischen Köln und Amsterdam lebt. Er hat einen Bachelor-Abschluss in Zirkuskunst vom National Centre for Circus Arts an der University of Kent in London und einen Bachelor-Abschluss in Physiotherapie an der Amsterdam University of Applied Sciences. Seit 2003 arbeitet Arce als Zirkusperformer, -lehrer und -choreograf, und blickt auf eine langjährige, europaweite Professionalisierung im chinesischen Mast und in Partnerakrobatik.
Darüber hinaus hat er sich jahrelang auf Bewegung, Tanz, Clown und Theater spezialisiert und Techniken wie Grotowski, Lecoq und Meisner studiert. Arce konzentriert sich auf fließende Bewegung, Technik und Bühnenpräsenz und verwendet verschiedene kreative Ansätze, um den Bedürfnissen der Schüler anzupassen. Er hat u.a. mit dem Cirque du Soleil, Hurjaruuth-Talvisirkus, Circ Bover oder Cirque Bijou zusammengearbeitet.
Samstag 14:30 bis 17:30 Uhr
„Das Deck“ als neues Element im Kinder- und Jugendzirkus
In diesem Workshop erkunden wir gemeinsam die Möglichkeiten von Das Deck.
Akrobatische Elemente auf, unter und um eine Holzplatte, getragen von 8 Menschen.
Das Deck ist inspiriert vom Collecitve XY aus Frankreich, die es in mehreren ihrer Produktionen nutzen.
Das Deck ist Basis für vielfältige Möglichkeiten, die sich zwischen Artistik und Kooperation bewegen: laufen, hüpfen, klettern, springen, heben, gehen, halten. Und das, immer mit festem Stand.
Das Deck ist eine 19mm dicke, 1,25m x 1,25m große Siebdruckplatte. An allem vier Seiten gibt es Griffmöglichkeiten für bis zu 4 Personen, sodass jede/r auf dem Deck von der Basis gehalten werden kann. Daher eignet es sich vor allem für große Gruppen jeden Alters.
Im Workshop möchten wir gemeinsam ausprobieren, uns gegenseitig zu heben, zu halten und fliegen zu lassen. Und neue Möglichkeiten der noch jungen Disziplin erforschen.
Moritz Töllearbeitet als Theater- und Zirkuspädagoge. In seiner Arbeit verbindet er die unterschiedlichen Einflüsse seiner Ausbildung und Berufserfahrung. Elemente der Zirkuspädagogik sowie seines Studiums in Sport, Erlebnis und Bewegung fließen dabei in seine künstlerische und theaterpädagogische Arbeit mit jungen Menschen ein. Derzeit arbeitet er in verschiedenen Kontexten freiberuflich sowie als Theaterpädagoge am COMEDIA Theater Köln.
Samstag 14:30 bis 17:30 Uhr / Sonntag 10:00 bis 12:30 Uhr
Wir wollen euch bei unserem Workshop in die spielerische Welt des AcroYogas entführen und mit euch erfahren, welche Stärken AcroYoga für die Zikuspädagogik und die Extremismusprävention bietet:
Egal ob Du in Deinem Leben jemals Yoga oder Akrobatik gemacht hast. Egal ob Du einen Spielgefährten hast oder alleine kommst. Bringe einfach nur Freude an Bewegung und Begegnung mit.
Wir schaffen gemeinsam einen wertschätzenden und sicheren Raum, in dem wir uns wohlfühlen etwas Neues auszuprobieren und in dem sich jeder in seinem Tempo an die Positionen herantasten kann.
Inhalte des Workshops:
Wer schon fortgeschrittener ist und bereits a Flows oder Washing Machines arbeitet, ist ebenfalls herzlich willkommen – wir helfen euch bei eurem Trick!
Wer sind wir?Wir heißen Daniela und Jonathan und sind seit über 6 Jahren in der Akrobatik, speziell im AcroYoga unterwegs. Wir nehmen regelmäßig an Zirkus Festivals Teil und sind in der Orga der Acronyx, einem großen deutschen AcroYogafestival aktiv. Wir betreiben in Velbert Langenberg den Kinderzirkus Cirque Papillon und freuen uns dieses Jahr eure Gastgeber beim Fachforum der LAG Zirkuspädagogik NRW zu sein.
Samstag 14:30 bis 17:30 Uhr
Junge Artist*innen sind keine kleinen Erwachsenen: Wachstum und Entwicklung verändern Koordination, Kraft, Beweglichkeit und Belastbarkeit und stellen das Training immer wieder vor neue Herausforderungen.
In diesem praxisorientierten Workshop beschäftigen wir uns damit, wie Zirkustraining an die körperliche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen angepasst werden kann. Wir schauen auf wichtige Entwicklungsphasen, typische Belastungsprobleme und frühe Signale, die uns zeigen können, wann Anpassung oder Erholung sinnvoll sind.
Durch praktische Übungen und gemeinsamen Austausch erkunden wir, wie abwechslungsreiche Bewegung, angepasste Trainingsreize, gute Technik und ausreichend Erholung eine gesunde langfristige Entwicklung unterstützen können. Dabei geht es nicht nur darum, Verletzungen vorzubeugen, sondern auch darum, junge Artist*innen dabei zu begleiten, ihren eigenen Körper wahrzunehmen und ein nachhaltiges Verhältnis zu Training und Leistung zu entwickeln.“
Arce López Gutiérrezist ein internationaler Zirkuskünstler und gebürtiger Spanier, der derzeit zwischen Köln und Amsterdam lebt. Er hat einen Bachelor-Abschluss in Zirkuskunst vom National Centre for Circus Arts an der University of Kent in London und einen Bachelor-Abschluss in Physiotherapie an der Amsterdam University of Applied Sciences. Seit 2003 arbeitet Arce als Zirkusperformer, -lehrer und -choreograf, und blickt auf eine langjährige, europaweite Professionalisierung im chinesischen Mast und in Partnerakrobatik. Darüber hinaus hat er sich jahrelang auf Bewegung, Tanz, Clown und Theater spezialisiert und Techniken wie Grotowski, Lecoq und Meisner studiert. Arce konzentriert sich auf fließende Bewegung, Technik und Bühnenpräsenz und verwendet verschiedene kreative Ansätze, um den Bedürfnissen der Schüler anzupassen. Er hat u.a. mit dem Cirque du Soleil, Hurjaruuth-Talvisirkus, Circ Bover oder Cirque Bijou zusammengearbeitet.
Das Fachforum Zirkuspädagogik NRW findet ein Mal jährlich in Kooperation mit der Fachstelle Zirkuspädagogik NRW statt: Für ein Wochenende im Herbst kommen Menschen aus den verschiedensten zirkuspädagogischen Einrichtungen zu einem Fach-Austausch zusammen und erhalten kontinuierlich neue Impulse.
Es werden vielfältige Workshops angeboten. Die Themenschwerpunkte, sowie der Veranstaltungsort wechseln jährlich. Neben der Workshop-Leitung durch erfahrene DozentInnen, wird ein Workshop von einer/einem Jugendlichen des jeweiligen Heimatzirkus geleitet. Auch werden Ideen zur Partizipation von Jugendlichen in den jeweiligen Bereichen vermittelt.
Bereichernde Gespräche der MultiplikatorInnen in den Workshop-Pausen haben bei der Wochenend-Veranstaltung ebenso Tradition wie der gegenseitige Spieleaustausch aller TeilnehmerInnen, mit deren Spielen schon so manch eine Zirkusstunde begonnen hat …